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Di, 21.05.2013

Autor

Walter Teubl

03.12.2010 11:17

Grüne verlangen EU-weite Ausschreibung für Messe-Masterplan

Erholungsfunktion soll im Mittelpunkt stehen

In den letzten Wochen wurden unzählige Ideen für das Areal der Welser Messe vorgetragen und diskutiert. Mangels eines Konzepts von Seiten der Stadt Wels versucht im Moment ein örtliches privates Konsortium verschiedener Investoren unter der Führung der Consulting Company die Gunst der Stunde zu nutzen und gewinnbringend tätig zu werden.
 
Keine Spielwiese für Investoren

Die Grünen befürchten, dass das verlockend klingende Angebot der Gruppe, einen Masterplan zu entwickeln, von der Stadt vorschnell akzeptiert wird. „Das wäre zwar bequem für die Verantwortlichen der Stadt, aber ist es auch im Sinne der Öffentlichkeit?“, fragt sich Gemeinderat Mag. Walter Teubl. „Wenn es tatsächlich stimmt, dass die Messe in Zukunft einen erheblich geringeren Flächenbedarf hat, so liegt darin doch eine gewaltige Chance für Wels, mitten im Zentrum der Stadt völlig neue Akzente zu setzen.“

Masterplan EU-weit ausschreiben

Bei dem 37 ha großen Areal handelt es sich um öffentliches Gut und dieses sollte nicht einfach gedankenlos verschleudert werden. Im Gegenteil, die Stadt muss sich genau überlegen, was sie möchte, und sich dann Ideen holen, die diese Wünsche bestmöglich berücksichtigen.

Die Grünen verlangen daher eine gänzlich andere Vorgangsweise. Sie fordern die Entscheidungsträger auf, nach Klärung der Zielsetzung ein Preisgeld auszuloben und einen EU-weit ausgeschriebenen Ideenwettbewerb für den Masterplan zu veranstalten. „Sämtliche Projektideen müssen auch auf ihre visionäre Reichweite hin überprüft werden“, meint Teubl.

„In Wels ist schon viel zu viel passiert, ohne dass zuvor allzuviel nachgedacht wurde. Beim Messegelände sollte man endlich einmal anders vorgehen,“ fordert Teubl. „Zunächst muss geklärt sein: Was will die Stadt? Was soll Platz haben? Dazu braucht es auch die Möglichkeit der BürgerInnenbeteiligung. Und dann muss die Politik einen klaren Auftrag geben.“

Zielsetzung abklären

„Alle bisherigen Vorschläge haben eine wesentliche Komponente gemeinsam: sie beschäftigen sich damit, wie das Gebiet gewinnträchtig verbaut werden kann. Schon dieser grundlegende Ansatz muss hinterfragt werden!“, formuliert Teubl die grüne Kritik am aktuellen Vorgehen.

Wels hat ein enormes Defizit an öffentlichen Grün- und Naherholungsflächen.
Das Messegelände - und mit ihm der verbliebene Rest Volksgarten - bietet die einzigartige Chance mit einem neuen Gesamtkonzept unter Einbeziehung der bestehenden Einrichtungen zum zentralen Erholungsraum der Welserinnen und Welser zu werden, eine grüne Lunge inmitten der Stadt.

Jedenfalls müssten breite grüne Achsen vom Welios in Richtung Tiergarten und entlang der Traun geschaffen werden. Bei den zu errichtenden Gebäuden soll nach Vorstellung der Grünen hochwertige Architektur zum Zuge kommen, Wohnbebauung sollte (vielleicht mit Ausnahme der Flächen der derzeitigen Trabrennbahn) im Projektgebiet nicht vorgesehen werden.

Erfolg der Grünen

Zufrieden zeigen sich die Grünen jedenfalls damit, dass – nachdem zunächst im letzten Moment ein Hotelhochhaus verhindert werden konnte, obwohl schon alle im Stadtsenat vertretenen Parteien zugestimmt hatten - nun auch die Grüne Forderung nach einem Masterplan für das Messegelände Allgemeingut geworden ist.




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