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Chronik

1980er Jahre

1985 kandidierte die Grünalternative Bürgerliste (GABL) bei der Gemeinderatswahl und konnte mit 4,4% der Stimmen ein Mandat erringen. Günther Ecker war damit der erste Grüne im Welser Gemeinderat.
Doch bereits in den Jahren zuvor machten Aktivistinnen und Aktivisten immer wieder auf die neue politische Bewegung aufmerksam, beispielsweise bei der Bürgerinitiative gegen den Westspangenbau oder Aktionen wie dem Pflanzen eines Baumes auf dem Welser Stadtplatz.

1990er Jahre

Bei den Gemeinderatswahlen 1991 tritt die Grünalternative Liste (GAL) mit Eva-Maria Hebel und Friedburg Öfferlbauer als Spitzenkandidatinnen an. Der Slogan: Mann kann auch Frau wählen.
Die wichtigsten Themen für die GAL in diesem Wahlkampf waren: Müll, Lärm, Verkehr, Wohnen, Soziales, Stadtgestaltung und Ökologie.
Am Wahltag wurde die GAL von 5,8% der Wahlberechtigten gewählt, was zwei Gemeinderatsmandate bedeutete.

Den Gemeinderatswahlkampf 1997 stellten die Grünen unter das Motto „Vision einer echten Ökostadt – Wels leben“. Mit 6,9% der Stimmen konnten sie bei der Wahl leicht dazu gewinnen. Im Gemeinderat blieben sie weiterhin mit zwei Mandaten vertreten.

Im Mai 1998 forderten die Grünen in einer Presseaussendung ein Pfandradsystem für die Welser Innenstadt, sowie die Öffnung der Einbahnen für RadfahrerInnen (Stichwort „GegenverkehrradlerInnen“).

2000er Jahre

Im Frühjahr 2000 organisierten die Grünen ein sonntägliches Spaziergehen in der Au, um auf diese Weise gegen den geplanten Baubeginn der Westspange zu protestieren.

Im Mai 2001 bezogen die Grünen das Parteilokal in der Rainerstraße 8. Die Eröffnung erfolgte durch Bundessprecher Alexander van der Bellen und eine Reihe von Veranstaltungen.

Bei den Gemeinderatswahlen 2003 führte Herbert Anreitter die Grünen als Spitzenkandidat an. Mit 9,1% der Stimmen konnten die Grünen erneut zulegen und waren fortan mit 3 Mandaten im Welser Gemeinderat vertreten.
Ein Streit mit der grünen Gemeinderätin Theresia Landauer spaltete die Fraktion und führte im März 2005 zu ihrem Ausschuss aus der Fraktion und im September zum Parteiausschluss Landauers. Anfang 2009 verzichtete Landauer auf ihr Gemeinderatsmandat.

Im März 2009 präsentierten die Grünen die Kandidatinnen und Kandidaten, welche das Kernteam für die kommende Gemeinderatswahl bildeten. Spitzenkandidat war Michael Springer. Als Ziele für diese Wahl formulierten die Grünen den Gewinn eines vierten Gemeinderatsmandates, den Einzug in den Stadtsenat sowie das Ressort des Verkehrsstadtrates.

Im Juli 2009 machten die Grünen mit der Aktion „Wels braucht einen Badesee“ Schlagzeilen, die bei der Bevölkerung breiten Zuspruch findet.

Bei der Gemeinderatswahl konnten die Grünen mit einem Ergebnis von 9,83% der Stimmen zwar weiter dazu gewinnen, das vierte Gemeinderatsmandat wurde jedoch knapp verfehlt.
Mit Michael Springer stellten die Grünen bei dieser Wahl auch erstmals einen eigenen Bürgermeisterkandidaten. Er kam auf 6,44% der Stimmen.
Nach der Wahl trat Springer im Oktober 2009 zurück.

Ab 2010

Das Flugplatzgelände schaffte es mit dem AC/DC-Konzert und später durch die Überlegungen auf Teilen des Areals ein Betriebsansiedlungsgebiet zu machen in die Schlagzeilen. Die Grünen positionierten sich klar für den Naturschutz und bekamen dabei mit der Weißen Möwe einen unerwarteten Bündnispartner.

Deutschtests bei der Wohnungsvergabe war ein weiteres Thema, das die Wogen hochgehen ließ. Die Grünen sprachen sich klar gegen solche Tests aus, da das Grundbedürfnis Wohnen nicht von sprachlichen oder anderen Kriterien abhängig gemacht werden darf.

Die Grünen verhinderten 2010 den Bau eines Hotelhochhauses an der Traun und stießen damit die Überlegungen zu einem Masterplan Messegelände an.
Bei der Zukunft des Messegelände-Areals ist den Grünen vor allem wichtig, dass der Volksgarten sich wieder mehr ausdehnt und seinem Namen gerecht wird.

Bessere öffentliche Verkehrsmittel in Form von Citybus, Nachtbus und Sonntagsbus thematisierten die Grünen 2011 und brachten im Gemeinderat entsprechende Anträge ein.

Zum Budget haben die Grünen eine klare Position: Budgetpolitik mit Weitblick. Investitionen ja, aber nicht willkürlich. Diesen Standpunkt bringen sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit vor.

Grünräume sind ein weiteres zentrales Anliegen der Grünen. Im städtischen Raum verdrängen Bauvorhaben immer mehr Grünflächen. Auf diesen Missstand machten die Grünen in einem Schwerpunkt im Frühjahr und Sommer 2012 aufmerksam.

Mobilität ist nicht nur durch Autofahren erreichbar. Auch mit dem Fahrrad ist man in der Stadt flott unterwegs. Mit einer Kampagne rund um das Thema Radfahren plädierten die Grünen für mehr sanfte Mobilität in der Stadt und forderten in mehreren Gemeinderatsanträgen, dass die Stadt dieses Thema nicht weiter so stiefmütterlich behandelt.

Ab 2015

In die Wahl 2015 gingen die Welser Grünen mit Spitzendkandidatin Elke Mayrhofer. Das Ergebnis ergab mit 8 % einen Verlust nach Stimmen, die drei Gemeinderatsmandate konnten jedoch gehalten werden. Neben Mayrhofer zogen Walter Teubl und Stefanie Rumersdorfer ein. Mayrhofer selbst legte ihr Mandat 2016 nieder, ihr folgte Peter Sönser.

2016 war geprägt von den Präsidentschaftswahlen, die mit Alexander van der Bellen das erste „grüne“ Staatsoberhaupt brachten. Über 55 % der Menschen stimmten im „blauen“ Wels schließlich für den Kandidaten der Grünen – ein großartiger Erfolg. Auf dem man leider nicht bauen konnte: Ab dem Frühjahr 2017 wurden die Grünen von internen Querelen gebeutelt, die mit der Trennung von der Jugendorganisation und der Gruppe um Pilz noch nicht ihre traurigen Höhepunkte gefunden hatten. Es kam noch dicker, im Herbst scheiterten die Grünen erstmals nach 32 Jahren im Nationalrat an der 4 %-Hürde und waren dort nicht mehr vertreten.

Die WelserInnen überstanden diese turbulente Phase nicht nur ohne Abspaltung, vielmehr konnte man sich als Gruppe deutlich konsolidieren. Miriam Faber, Thomas Rammerstorfer und Marina Wetzlmaier ergänzten den Vorstand mit Teubl und Rumersdorfer, umfangreiche Reformen und Aktivitäten wurden gestartet: Neue Formate entstanden (Grüner Treff), das Büro renoviert, die social media-Auftritte deutlich verbessert (zu facebook kamen instagram und twitter hinzu). Auch die Gemeinderats- und Medienarbeit wurden intensiviert. Mit einigen Geschichten – etwa zur Inhaftierung einer Welser Menschenrechtsaktivistin in der Türkei 2018 – schafften es die Welser Grünen bundesweit in die Schlagzeilen. 

Mit „Grünschnabel“ ab 2017 verfügen die Welser Grünen erstmals in ihrer Geschichte auch über eine umtriebige Familienorganisation. Die Wahlerfolge 2019 fielen so auch in Wels spektakulär aus. 14,3% bei der NR-Wahl waren das bislang beste Wahlergebnis in der Geschichte der Partei.

Nach den Jahren des Auf- und Umbaus des Welser Teams präsentierte man sich zum Jahreswechsel
2019/2020 rundumerneuert und bestens aufgestellt für die Wahlen 2021: Stefanie Rumersdorfer übernahm den Parteivorsitz nach 10 Jahren von Walter Teubl, der der Partei weiter als Gemeinderat und Fraktionsvorsitzender dient. Miriam Faber ist die Stellvertreterin von Stefanie Rumersdorfer. Zum Spitzenkandidaten für 2021 wurde Thomas Rammerstorfer gekürt. Alle Wahlergebnisse waren einstimmig.

Thematische Dauerbrenner der jüngeren Vergangenheit waren und sind die Verkehrs- und Umweltpolitik, natürlich der Klimaschutz, sowie Integration, Kultur, Jugend, Pflege, Bildung und Kinderbetreuung.  


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