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am 5. Oktober 2016

Einsparungen in den Kindergärten

Stefanie Rumersdorfer - Factsheet zu den Einsparungen in den Kindergärten

Behauptungen

Eltern behaupten, dass in den Kindergärten derzeit Personal eingespart wird und damit die Betreuungsqualität nachlässt. Sie berichten von Pädagoginnen, die alleine in der Gruppe sind und nur stundenweise Unterstützung durch Helferinnen erhalten. Sie klagen an, dass mit dem reduzierten Personal künftig keine Ausflüge für die Kinder mehr möglich sein werden.

Bürgermeister Dr. Andreas Rabl behauptet hingegen, dass sogar zusätzliches Personal aufgenommen wurde/wird und empfindet die Vorwürfe der Eltern als nicht gerechtfertigt.

Was stimmt jetzt? Faktencheck

Seit den 1970er Jahren werden in allen Welser Kindergartengruppen 2 ausgebildete Pädagoginnen eingesetzt. Seit den 90er Jahren wird in allen Kindergärten erfolgreiche Sprachförderung gemacht. Zusätzlich gab es zur Unterstützung weitere Helferinnen in allen Kindergärten.

NEU

  • Es werden nun auf Wunsch von Bürgermeister Dr. Andreas Rabl alle Gruppen nur noch mit dem gesetzlichen Mindestpersonal ausgestattet, das sind 1 Pädagogin + 1 Helferin pro Gruppe. Helferinnen werden zu diesem Zweck teilweise neu eingestellt. D.h. Pädagoginnenteams, die jahrelang – teilweise sogar jahrzehntelang – erfolgreich zusammen gearbeitet haben und denen Eltern großes Vertrauen entgegenbringen, werden aufgelöst.

  • Die bisher zweiten Pädagoginnen pro Gruppe werden nun aus der Gruppe genommen und sind nur noch für Sprachförderung zuständig. Wie viele solche Sprachförderinnen es pro Kindergarten gibt, hängt jedoch zunächst davon ab, bei wie vielen Kindern ein Sprachförderbedarf festgestellt wird.

  • Bei Ausflügen müssen 3 Aufsichtspersonen für 23 Kinder dabei sein. Die dritte Betreuungsperson darf aber nicht durch Elternteile oder sonstige Freiwillige ersetzt werden.

  • Ausbildung zur Kindergartenpädagogin: 5 Jahre BAKIP
    Ausbildung zur Kindergartenhelferin: 4 Wochen berufsbegleitender Lehrgang

  • Es handelt sich dabei also nicht um finanzielle Einsparungen, sondern vor allem um Einsparungen bei der Betreuungsqualität.

Auswirkungen

  • Eine ausgebildete Pädagogin ist nun alleine für 23 Kinder zuständig: Die individuelle Förderung des einzelnen Kindes wird nicht mehr möglich sein wie bisher.

  • Das Betreuungspersonal innerhalb der Gruppe wird künftig häufiger wechseln. Fixe Bezugspersonen wären für Kinder aber sehr wichtig.

  • Krankenstände, Urlaube, Fortbildungen etc. werden künftig größere Probleme verursachen – WER übernimmt die Gruppe in Abwesenheit der Pädagogin?

  • WER übernimmt die Aufsicht bei Ausflügen? Wird es Ausflüge überhaupt weiterhin geben können?

  • Sprachförderung gelingt am besten in gemischten Gruppen, in denen Kinder von Kindern lernen können, und nicht im separierten Unterricht – dieser veraltete Ansatz wird vermutlich nicht zum Ziel führen.


Was können Sie als Eltern tun?

Schreiben Sie Ihren Unmut über die personellen Änderungen dem, der sie entschieden hat: Bürgermeister Dr. Andreas Rabl: bdb@wels.gv.at

Unterschreiben Sie die Unterstützungserklärung auf http://bit.ly/2ddtZDs Damit die Angelegenheit vor den Gemeinderat getragen und neu beschlossen wird.

Die Oppositionsparteien SPÖ, Die Grünen und NEOS werden sich auch weiterhin für die beste Kinderbetreuung Ihrer Kinder einsetzen und vom Bürgermeister regelmäßig Evaluierungen und Nachbesserungen fordern. 

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