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am 16. Oktober 2017

Evaluierung Sprachförderung Neu im Kindergarten

Stefanie Rumersdorfer, Gemeinderatsfraktion der Grünen Wels - 16.10.2017 - Anfrage an Frau Stadträtin Josseck-Herdt bezüglich der Evaluierung Sprachförderung Neu im Kindergarten

Sehr geehrte Frau Stadträtin Josseck-Herdt!

 Gemäß §10 GOGR richte ich folgende Anfrage an Sie:

  • Wann wird die neu strukturierte Sprachförderung in den Kindergärten evaluiert?
  • Wer wird die Evaluierung durchführen?

    • Welcher Professor / welche Professorin wird verantwortlich dafür sein?
    • Von welchem Institut welcher Universität wird die Evaluierung wissenschaftlich begleitet?
    • Wird es ein studentisches Projekt sein?

  • Wann ist mit ersten Ergebnissen zu rechnen?

GRin MMag.a Stefanie Rumersdorfer

Beantwortung

StR. Josseck-Herdt beantwortet die Anfrage wie folgt:

Wann wird die neu strukturierte Sprachförderung in den Kindergärten evaluiert?

Die Evaluierung findet jetzt laufend durch die Sprachförderpädagoginnen statt. Die Basis für die Evaluierung sind die Sprachstandsfeststellungen, die im drittletzten, im vorletzten und im letzten Kindergartenjahr durchgeführt werden. Mit den Bögen zur Erfassung der Sprachkompetenz (BSK) werden die Fortschritte dokumentiert.

Wer wird die Evaluierung durchführen? 

  •     Welcher Professor / welche Professorin wird verantwortlich dafür sein?
  •     Von welchem Institut welcher Universität wird die Evaluierung wissenschaftlich begleitet
  •     Wird es ein studentisches Projekt sein?

Die Sprachpädagoginnen werden die Evaluierung durchführen. Das Verfahren und die Unterlagen für die Sprachstandsfeststellungen wurden für das Land OÖ. maßgeblich von der Sprachwissenschaftlerin, Frau Mag. Rössl-Krötzl, einer Expertin im Bereich der frühen sprachlichen Entwicklung und Förderung, erarbeitet. Sie hat auch die Einführung des Sprachförderkonzeptes in die Kindergärten von Wels begleitet.

Ursprünglich hatten wir die Zusage eines Professors von der Universität Salzburg, der uns immer wieder vertröstete. Dann kam es nach langem Hin und Her überraschend zu einer Absage. In der Folge wurde bei mehrere deutschsprachigen Universitäten angefragt wegen einer Abarbeitung eines derartigen Konzeptes. Lediglich das Institut für Germanistik der Universität Wien hat Interesse bekundet. Die Honorarvorstellung in Höhe von 90.000 Euro fand im Budget leider keine Bedeckung, weshalb das Projekt nicht weiterverfolgt werden konnte. Ich glaube, das versteht jeder.

Ja, es wird ein studentisches Projekt geben. In Anbetracht der sehr hohen Kosten kann ich mir ein studentisches Projekt vorstellen, weil die Umsetzung mit geringeren Kosten möglich ist. Allerdings müssen wir hier noch weitersuchen, denn das ist nicht so leicht, wie wir uns das vorstellten.

Wann ist mit ersten Ergebnissen zu rechnen?

Konkrete Verbesserungen bei den Sprachkenntnissen sollen eigentlich bereits an der Anzahl der außerordentlichen Schüler ableitbar sein. Diese Liste wird Anfang Oktober erstellt und wir warten noch darauf. Ansonsten ist aufgrund der durchgeführten Sprachstandsfeststellungen laufend mit Ergebnissen zu rechnen. Um eine vergleichsweise Betrachtung zu ermöglichen, sind die Ergebnisse von mehreren Jahren zu vergleichen. Erst bei einer Gegenüberstellung dieser Zahlen können konkrete Auskünfte über eine Verbesserung gemacht werden.

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