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am 12. September

Ist die Maurer-Deponie eine tickende Zeitbombe?

Walter Teubl - Grundbesitzer vermutet gefährliche Ablagerungen

Maurer Deponie Vogelweide
Untersuchungen auf der ehemaligen Mülldeponie

Seit 10. September wird auf dem Grundstück der ehemaligen Mülldeponie der Stadt Wels nördlich der Da-Vinci-Akademie der Untergrund untersucht. Der Besitzer des Grundstückes vermutet gefährliche Ablagerungen und lässt nun auf eigene Kosten Bohrungen durchführen, die klären sollen, ob unter dem heute als Ackerland genutzten Grundstück tatsächlich nur unbedenklicher Hausmüll lagert oder ob es sich dabei auch um Problemstoffe handelt, die sich als tickende Zeitbombe entpuppen könnten.

„Sollte sich der Verdacht bestätigen, so wäre die Stadt Wels als Verursacher in der Pflicht“, meint der Grüne Fraktionsobmann Walter Teubl. „Eine Sanierung der Deponie wäre dann, so kostspielig das ist, eine unumgängliche Notwendigkeit.“

Die Stadt Wels hat die ehemalige Schottergrube von 1964 bis in die Achtziger Jahre als Mülldeponie genutzt. Das Volumen der Ablagerungen in der etwa 10 m tiefen Grube soll etwa 400.000 m3ausmachen. Abgelagert wurden neben Hausmüll offensichtlich auch Bauschutt, Sperrmüll und Industrieabfälle.

Auch Da-Vinci-Akademie steht auf ehemaligem Deponiegelände

Auf dem Südteil des Deponiegeländes wurde 2010 die sogenannte Da-Vinci-Akademie errichtet, nachdem den Betreiberinnen des Projekts vom Umweltbundesamt die Unbedenklichkeit des dort deponierten Mülls bescheinigt wurde. Allerdings wurden auch hier eine Reihe von Auflagen gemacht, so durfte die Schule beispielsweise nicht unterkellert werden.

Der Nordteil der ehemaligen Deponie wird hingegen vom Umweltbundesamt als Verdachtsfläche geführt, weil diverse Messungen in der Vergangenheit die Unbedenklichkeit der Ablagerungen nicht erhärten konnten. „Die aktuell vorgenommenen Bohrungen werden hoffentlich einen genaueren Aufschluss über die Zusammensetzung des Mülls geben und damit auch endlich klarstellen, wie mit den Flächen in Zukunft zu verfahren ist“, meint Walter Teubl.

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