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am 7. Juni

Mehr Busse für Wels! Abendbus kommt - anderes nicht

Walter Teubl - Im Gemeinderat wurde kürzlich ein Beschluss zur Verbesserung des Welser Linienverkehrs gefasst. Nach über zwei Jahren Arbeit einer Steuerungsgruppe und einer kostspieligen Evaluation durch Nahverkehrs-Experten wird damit aber nur ein Teil der zahlreichen Verbesserungsvorschläge umgesetzt, die im Laufe dieses Prozesses größtenteils mit Zustimmung aller Beteiligten erarbeitet wurden.

Abendbus und Öffi-App

Doch zunächst zum Positiven. Ab Herbst werden die Busse auf den Hauptlinien bis 22.30 Uhr verkehren. Das ist ein Grund zur Freude, denn damit wird eine seit den 90er-Jahren immer wieder erhobene Forderung der Welser Grünen endlich verwirklicht.

2010 schien die Umsetzung schon bevorzustehen, doch erst nachdem auch die Experten und 92% der Teilnehmenden an der „Bürgerbefragung“ des letzten Jahres den Abendbus befürworteten, wird er nun tatsächlich kommen.

Auch das zweite Vorhaben, die Erstellung einer Öffi-App für Wels samt Echtzeitanzeige basieren auf einer grünen Forderung. Also noch ein weiteres Mal Grund zur Freude.

Was alles nicht kommt

Man kann aber auch schwer darüber hinwegsehen, was alles nicht gemacht wird. Der Sonntagsbus wurde nach Bekanntwerden der Kosten sofort abgelehnt, eine Verkürzung der Taktzeiten nicht einmal angedacht. Das Grüne Doppelknotenkonzept wurde verworfen, somit bleibt auch die Umstiegsstelle auf der Wurstinsel erhalten.

Die verbesserte Erschließung des Herminenhofs durch die Umlegung der Linie 1, die wir Grünen seit 2010 vorschlagen, findet sich auch im Expertenbericht, wird aber immer wieder mit fadenscheinigen Argumenten verschoben.

Und auch die von den Experten vorgeschlagene Ringlinie, die die Stadtteile untereinander verbinden soll, wird auf den St. Nimmerleins-Tag verschoben, obwohl sie bei der „Bürgerbefragung“ eine Mehrheit gefunden hat.

Damit zeigt sich erneut: Das Hauptproblem ist die seltsame Konstruktion, dass ein privater Betreiber das operative Geschäft durchführt und die eww ag den finanziellen Abgang übernimmt. Bestimmend sind daher betriebswirtschaftliche Überlegungen und nicht die Bedürfnisse der Bevölkerung. Die in zwei Jahren anstehende Neuausschreibung des Welser Stadtbusverkehrs wäre eine Gelegenheit, dies zu ändern.



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