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am 12. Juni

Viele Welser Freizeitanlagen in erbärmlichen Zustand

- Während die Stadtregierung sich für jedes in der Innenstadt gepflanzte Blümchen mit Eigenlob überschüttet, verkommen die Freizeit- und Sportanlagen in den Stadtteilen zusehends.

Noitzmühle

Hier existiert ein Fußballplatz, oder zumindest Reste davon. Denn die Tore hat der Magistrat hier schon vor Jahren entfernt. Die Stadt Wels weist darauf hin, dass “Organisiertes Fußballspielen bitte nur in einem Verein” erlaubt sei. Unter “Organisiertes Fußballspielen” versteht man offenbar jedes Match mit Toren. Auch der Rest der Anlage ist dem Verfall preisgegeben. Auf der gesamten Nordseite fehlt der Zaun, nur mehr die Pfähle ragen in den Himmel. Auf jedem Pfahl befinden sich scharfe Ösen aus Stahl - tödlich für jeden Ball, der hier aufprallt, und ein Verletzungsgefahr für Menschen. Auch der Rasen ist deutlich zu hoch für einen Kick, ein Problem dass die Noitzmühler Anlage derzeit mit anderen öffentlichen Welser Fußballplätzen teilt. 

Lichtenegger Zeltkirche

​Zum Beispiel bei der Lichtenegger Zeltkirche: Hier kann man sich quasi aussuchen, ob man auf nackter Erde oder im hohen Gras spielt. Der Zaun ist an einigen Stellen völlig durchgerostet und entsprechend durchlöchert. Wenigstens gibt es Tore...

Freizeitanlage in Wimpassing

Ein Dauerpatient, dem seit Jahren jede grundlegende Behandlung verweigert wird, ist die Freizeitanlage in Wimpassing. Die ehemalige Schottergrube dient auch als Hochwasserschutzbecken und ist somit immer wieder überschwemmt bzw. verschlammt. Derzeit ist nur ca. ein Drittel der Fläche nutzbar. Auch auf diesem kleinen Rest schafft man es nicht die Geräte in Stand zu halten, es fehlt etwa das Netz am Volleyballplatz. So oder so braucht es eine dauerhafte Lösung des Problems, also etwa die Schaffung eines anderen Hochwasserschutzbeckens - oder aber der Freizeitanlage. Beides an einem Ort geht einfach nicht. Auch über eine alternative Teilnutzung, etwa als Badesee (Wasser ist ausreichend vorhanden...), könnte man nachdenken. Ebenfalls betroffen ist die 2012 mit großem Tam-Tam eröffnete Hundefreilaufzone. Wenige Wochen nach der Eröffnung wurde sie überschwemmt und von der Politik wieder vergessen. Als Alternativen werden von HundehalterInnen z. B. die Wiesen auf der unterirdisch verlaufenden Westspange genutzt. Hier fehlt es aber an Infrastruktur wie Bänken, Zäunen und Parkplätzen, zumal gilt hier - zumindest theoretisch - Leinenpflicht. Es ist nicht nachzuvollziehen, dass für die Innenstadt Millionen fließen, während die Freizeitanlagen im Rest der Stadt verfallen. Die Menschen brauchen auch Möglichkeiten für Sport, Spiel und Spazieren gehen - nicht nur fürs “Shoppen”. Und die Politik hat die Interessen aller WelserInnen zu vertreten, nicht nur die Interessen der Geschäftsleute in der City.

Fußballwiese Noitzmühle
Anlage Grüne Zeile/Zeltkirche
Freizeitanlage Wimpassing
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