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Zwei Jahre "Radstrategie": Nichts ist geschehen!

Zwei Jahre nach dem Beschluss der Welser Radstrategie, ist von einer Umsetzung "nichts zu sehen", so der Grüne Spitzenkandidat Thomas Rammerstorfer.

Die Welser Radstrategie, ein Papier mit 15 meist recht allgemein formulierten Punkten, wartet seit 24 Monaten auf Realisierung. "Ich kenne niemanden, der der Meinung ist, dass sich die Lage der Radfahrenden verbessert hat", sagt Rammerstorfer. Im Gegenteil, der Unmut werde immer größer, wie auch zuletzt der offene Brief der VS 4-Schüler*innen zeigt

Die Grünen haben in den letzten Wochen mit zahlreichen Alltagsradlern gesprochen, die am häufigsten genannten Kritikpunkte sind:

  • Das Radwegnetz ist sehr lückenhaft
  • Fehlende oder kaum sichtbare Markierungen von Radverkehrsanlagen
  • Mehrzweckstreifen sind gefährlich angelegt, etwa zwischen Straßen und Parkplätzen (hohe "dooring"-Gefahr)
  • Widersprüchliche, irreführende Markierungen von Radverkehrsanlagen (beidseitig befahrbare Radwege werden plötzlich "nur in eine Richtung" befahrbar)
  • Fehlende Radverkehrsanlagen, besonders an sehr gefährlichen, häufig von vielen Kindern frequentierten Stellen, z. B. vor Schulen und Kindergärten
  • Fehlende Radübergänge bei Straßenquerungen
  • Radverkehrsanlagen werden rechtswidrig zum Halten und Parken benutzt

So kann es auf keinen Fall weitergehen", meint Rammerstorfer, "wir brauchen hier ein schnelles und radikales Umdenken". Wie zukunftsfähige Radfahrpolitik geht können man in vielen Städten in den westlichen Bundesländern beobachten, "die sind uns mittlerweile meilenweit voraus". Die wenigen geplanten Radverkehrsanlagen in Wels werden meist mit Landes- und Bundesgeldern (teifinanziert und befinden sich häufig in bedeutungslosen Nebenstraßen: "Das ist Kosmetik, die nichts an den bestehenden Problemzonen mit extremer Gefahr vor allem für Kinder zu tun haben."

"Grundsätzlich", so stellt Rammerstorfer fest, "ist das ständige Erstellen von Leitbildern, Strategiepapieren, Fahrplänen und Konzepten zu gar nichts nutz, wenn man nicht bereit ist, etwas für deren Umsetzung zu tun".

THOMAS RAMMERSTORFER - SPITZENKANDIDAT DER WELSER GRÜNEN
EMAIL: THOMAS.RAMMERSTORFER@GRUENE-WELS.AT


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